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© Gelateria Fratelli Bortolot

Bortolot –
Eine Familien­tradition
seit 1896

Die Geschichte von Bortolot

Hinter jedem einzelnen Löffel Eis, den wir euch heute in Cochem servieren, verbirgt sich eine Reise, die vor einhundertdreißig Jahren in den rauen Bergregionen der Dolomiten begann. Damals brachen unsere Vorfahren aus dem kleinen Dorf Zoppè di Cadore auf, um den Menschen in der Fremde ein Stück italienische Lebensfreude zu bringen. Sie wurden zu Pionieren einer süßen Handwerkskunst, die von Generation zu Generation weitergetragen wurde. Diese Reise führte unsere Familie über Wien, Belgien und sogar Südamerika schließlich an die wunderschöne Mosel.

Als wir, die Brüder Stefano und Dario, die Gelateria von unserem Vater Fausto übernommen haben, war für uns klar, dass wir dieses kostbare Erbe mit derselben Leidenschaft weiterführen wollen. Seit über vier Jahrzehnten schlägt das Herz unseres Familienbetriebs nun schon hier in Cochem. Für uns bedeutet Eismachen die perfekte Verbindung aus gelebter Familientradition und moderner Handwerkskunst.

Von den Dolomiten nach Cochem

Genau diese lange Reise und die echte italienische Gastfreundschaft spürt und schmeckt man überall in unserem Haus. Wenn ihr durch unsere Räume schlendert oder es euch auf unserer Terrasse gemütlich macht, sollt ihr für einen Moment den Alltag vergessen. Wir wählen unsere Zutaten mit absoluter Sorgfalt aus und verarbeiten sie nach handwerklicher Tradition zu feinstem Gelato, das ganz ohne künstliche Zusätze auskommt. Neben den geliebten Klassikern lieben wir es, mit Aromen zu experimentieren und Sorten zu kreieren, die perfekt zu unserer Wahlheimat an der Mosel passen.

Heute stehen wir bereits mit der fünften Generation gemeinsam in der Gelateria. Wir laden euch herzlich ein, euch ein wenig Zeit zu nehmen, unsere Räume zu entdecken, durch unsere Sortenvielfalt zu stöbern und mit jedem Becher ein Stück unserer Geschichte zu genießen.

1896 – 1920
1896 – 1920

Von Zoppè di Cadore in die Welt

Ausgelöst durch die harten Lebensbedingungen in der Heimat verlassen viele Menschen das kleine Bergdorf Zoppè di Cadore in der Provinz Belluno. Unter diesen ersten Pionieren befindet sich auch unser Urgroßvater Celeste Bortolot Baro. In Wien nimmt die lange Liebesgeschichte zwischen den Bortolots und dem traditionellen Speiseeis ihren Anfang, als das Eis noch mit einfachen Handkarren auf den Straßen der Großstadt verkauft wird.

Nach dem tragischen Unfalltod von Celeste im Jahr 1918 führen seine Kinder das Erbe fort und verstreuen sich in alle Himmelsrichtungen. Während sich die Geschwister in Deutschland und Italien eigene Existenzen aufbauen, wagt Bruder Angelo Sebastiano später sogar den mutigen Neuanfang in Argentinien. Dort entsteht unter dem Namen „El Piave“ ein wahres Eis Imperium mit insgesamt sechzehn Filialen.
1955 – 1959
1955 – 1959

Die ersten Schritte unseres Vaters und der Aufbruch in Selb

In den Tälern rund um Zoppè ist das Eishandwerk mittlerweile fest in der Kultur verankert. Um seinen Eltern zu helfen, wird unser Vater Fausto im Alter von nur fünfzehn Jahren, im Jahr 1954, nach Bellaria bei Rimini geschickt. Es ist der Beginn einer großen, lebenslangen Karriere in der Welt des Gelatos, die ihn wenig später auch nach Deutschland in das Ruhrgebiet nach Witten führt.

In Witten lernt Fausto unsere zukünftige Mutter Rita kennen, die ebenfalls in einer Eisdiele arbeitet. Da Fausto als Einziger der Familie etwas Deutsch spricht, sucht er nach einem passenden Ort für ein eigenes Geschäft und wird im oberfränkischen Selb fündig. Zusammen mit seinen Brüdern eröffnet er im Dezember 1959 seine erste eigene Gelateria, die schnell zu einem beliebten Treffpunkt wird.
1968 – 1979
1968 – 1979

Zwischen Fano und der Internationalen Bühne

Um näher bei seinen drei Kindern zu sein, die in Italien die Schule besuchen, zieht unser Vater Fausto 1969 mit der Familie an die Adriaküste nach Fano und gründet das „Casa del Gelato“. Dass er sein Handwerk perfekt beherrscht, zeigt sich 1971 auf einer der größten Bühnen der Eiswelt: Mit seinem legendären Haselnusseis gewinnt er die begehrte „Coppa d’Oro“ auf der Internationalen Eismesse in Longarone, eine der höchsten Auszeichnungen der gesamten Branche.

Das Eis Gen wird in unserer Familie von Generation zu Generation weitergegeben. Im Jahr 1979 beginnt Sohn Stefano seine Ausbildung zum Gelatiere im väterlichen Betrieb, und zwei Jahre später, im Jahr 1981, tritt auch sein Bruder Dario in die Fußstapfen des Vaters.
1984 – 1995
1984 – 1995

Cochem wird unsere Heimat

Unsere Familie kehrt dauerhaft nach Deutschland zurück, als Faustos Cousin Antonio, der seit 1960 eine Eisdiele in Cochem an der Mosel betreibt, sich zur Ruhe setzen möchte. Er übergibt das Geschäft 1984 an Fausto. Seit diesem Jahr ist die Gelateria Fratelli Bortolot fest an der Mosel verwurzelt, wo sich mittlerweile über die Hälfte unserer gesamten Familiengeschichte abgespielt hat.

Die Professionalität und das Streben nach Qualität werden in unserem Familienbetrieb weiter untermauert: Dario erwirbt 1995 in Frankfurt am Main das offizielle Diplom als „Gelatiere“. Im selben Jahr beginnt Luciana ihre Ausbildung in der Gelateria in Cochem und wird zu einer tragenden Säule unseres Teams.
1996 – 2020
1996 – 2020

Im Dienst des Handwerks und internationale Auszeichnungen

Unser Vater Fausto engagiert sich über viele Jahre unermüdlich für das Ansehen und die Qualität des handwerklichen Speiseeises und übernimmt unter anderem den Vorsitz des deutschen Verbandes UNITEIS e.V. sowie des europäischen Dachverbandes ARTGLACE. Für seine Verdienste wird er von Italien zum „Cavaliere“ und später zum „Commendatore“ ernannt, während Sohn Stefano 2012 zum Vizepräsidenten von UNITEIS gewählt wird.

Der Fokus auf hochwertige Naturprodukte wird auch international belohnt: Bei der Gelato World Tour 2014 in Berlin gewinnt unsere Kreation „Weinbergpfirsich mit Prosecco“ den ersten Preis für Qualität, gefolgt von einer Listung unter den fünfzig besten Gelaterie der Welt außerhalb Italiens durch das Magazin „Dissapore“. Dario gehört zudem 2018 zu den Gründern der „Accademia delle gelaterie italiane in Germania“, bevor unsere Gelateria in Cochem im Jahr 2020 ihr stolzes sechzigjähriges Bestehen feiert.
2021 – 2026
2021 – 2026

Die Gegenwart und der Blick in die Zukunft

Auch in den letzten Jahren durften wir uns über schöne Anerkennungen freuen: Stefano durfte von 2021 bis 2025 als Präsident den deutschen Verband Uniteis e.V. anführen, und unserem Vater Fausto wurde 2023 mit dem Titel „Offizier der Italienischen Republik“ die höchste Auszeichnung des italienischen Staates verliehen. Ein echtes Herzensprojekt ist für uns auch die Teilnahme am europäischen Projekt „GELATO on the Road“, einer Kulturstraße, die ausgewählte Handwerks-Eisdielen in Europa miteinander verbindet.

Im Jahr 2026 dürfen wir nun ein ganz besonderes Jubiläum feiern, denn seit stolzen einhundertdreißig Jahren führen wir die Tradition des Bortolot-Gelatos fort. Dass diese Reise an der Mosel noch lange weitergeht, macht uns besonders stolz: Mit Matteo, Francesco und Marta arbeitet mittlerweile schon die fünfte Generation unserer Familie in der Gelateria in Cochem mit, um euch auch in Zukunft mit derselben Liebe und Leidenschaft zu begeistern.